Donnerstag, 9. Januar 2014

Ab in den Südwesten Kolumbiens



Lari und ich sind in den letzten Tagen viel rumgekommen. Zusammen haben wir den Südwesten von Kolumbien etwas genauer erkundet und haben wahnsinnig viel erlebt. Unsere Stationen waren wie folgt: Cali, Buenaventura (Piangüita), Popayán, Pasto, Manizales.


Cali – die stolze Salsahauptstadt Kolumbiens

Die beruehmte Ermitakirche Calis
Cali ist nicht nur Hauptstadt des Departements Valle del Cauca, sondern auch der Salsa. Den ganzen Tag tanzen die Leute – nicht, dass das seltsam wäre; das ist in ganz Kolumbien so – aber in Cali ist das noch ausgeprägter. Abends schwingen die Caleños dann aber erst richtig das Tanzbein. Salsa kann so schön sein, wenn man den Tanz beherrscht. Laris und meine Tanzpartner mussten sich dann eben damit zufrieden geben, dass sie zwei blutige Anfänger an ihrer Seite hatten. Immerhin  sind wir Alemanas, Deutsche, das relativierte das Ganze wieder.
Von Cali haben wir recht viel gesehen.




Cristo Rey
Diese Statue ist der in Rio zum Verwechseln ähnlich. Zeit für ein Fotoshooting – richitg tourilike.








Polizistenansammlungen sind keine Seltenheit
Der Ausdruck „POLIZEI – DEIN FREUND UND HELFER“ wird hier in Kolumbien in Perfektion in die Praxis umgesetzt. Überall stehen junge, nette Uniformierte herum und hüten die Sicherheit. Gefühlt jeder zweite Mann zwischen 20 und 30 Jahren ist Polizist. Die Polizisten sind aber auch echt genial: Sie sind nie alleine, immer gut drauf und helfen, wo sie nur können. Wir hatten persönliche Wegbegleiter, weil sie Angst hatten, wir würden unser Ziel nicht finden, waren Motiv auf zahlreichen Fotos und durften sogar in einem riesigen Auto mitfahren, als wir ewig auf einen Bus gewartet haben und rätselhafter Weise keiner kam. Das nenne ich Gastfreundschaft ;)


 
mein Lieblingsbild voin Cali - made by Lari :)


Zoológico de Cali
Der Zoo in Cali rühmt sich als der Beste Lateinamerikas. Damit hat er nicht zu viel versprochen. Zwischen den Affen, Schildkröten, Zebras, Fischen, Vögeln, Schmetterlingen, Antilopen, Löwen,... haben wir uns richtig wohl gefühlt (Die Schlangen mal ausgenommen).
Der Zoo in Cali war sozusagen ½ Wilhelma. Nur ohne Eisbären – die würden sich trotz Klimaerwarmung auch bei Calis 24°C Durchschnittstemperatur nie wohlfühlen...









Plaza de Toros
Da in Cali gerade Fería war, haben jeden Tag Stierkämpfe stattgefunden. Da sind einige Kolumbianer richtig scharf drauf. Das kann ich auch nach einem Besuch in so einer Arena nicht wirklich nachvollziehen. Das Schema, nach dem der Stier erledigt wird beruht nur darauf, den Stier zuerst verrückt zu machen und dann mit Lanzen und pfeilähnlichen Stäben zu schwächen. Dann schickt man ihn weiter im Kreis herum, lässt das alles von den Zuschauern mit Ahhs und Ohhs bewundern und wartet, bis er irgendwann aufgibt. Wir haben uns das „Spektakel“ noch nicht mal zur Hälfte angeschaut und sind gegangen... In meinen Augen ist das Tierquälerei und sollte ich nochmal eine Stierkampfarena betreten, dann mit Protestplakaten und Trillerpfeifen im Handgepäck!

 
Cholado - Eis mit Fruechten war noch das Beste an der ganzen Arena


Silvester

Den Jahresabschluss und Neujahresbeginn wollten wir in einer großen Stadt, die Cali ja ist, verbringen. In der Erwartung, dass auf dem größten Platz Calis auch an Silvester Highlife sein würde, standen wir also gegen 21Uhr da – bereit für eine Riesenparty. Nur leider sind nicht viele Kolumbianer auf die gleiche Idee gekommen. Je später es wurde, desto leerer wurde der Platz und irgendwann war der Rosenverkäufer, der mit uns ein Schwäzchen hielt, mit uns und ein paar Polizisten alleine. Die Kolumbianer feiern Silvester genauso wie Weihnachten zu Hause im Kreise der Familie. Na toll!
Nachdem uns dann der Regen überraschte und die letzten Polizisten auch abgezogen sind, haben wir uns auf die Suche nach einer Bar gemacht. Gesucht – gefunden. Mit ca. 6 weiteren Menschen ohne Familie haben wir dann das neue Jahr begonnen. Alles etwas anders als geplant, aber was läuft hier schon nach Plan? Von dem her echt ein kolumbianischer Jahresbeginn ;)

Silvester im menschenleeren Cali - wir waren die Einzigen, die einen Countdown gezaehlt haben ;)



Buenaventura, Piangüita und die Pazifikküste

Das mit dem „weniger nach Plan laufen“ ging dann auch gleih so weiter. In Buenaventura wurden wir, nachdem uns der Bus durch unheimliche Viertel transportiert hatte, von einem Touristenfischer abgefangen und haben dann die Tour gemacht, die angebliche JEDER Touri in Buenaventura macht: Mit einem Motorboot an einen „wunderschönen, touristischen Strand“. Da wir auch Touris sind und eh nicht wussten, was Buenaventura zu bieten hat (weil unser Reiseführer diese Stadt nicht abhandelt), haben wir also auch diese Tour gemacht. Am „wunderschönen, touristischen Strand“ angekommen, trauten wir unseren Augen kaum: der Strand war zwar touristisch, aber wunderschön ist etwas anders. Die begeisterten Badeurlauber lagen am SCHWARZEN Sandstrand zwischen angeschwemmtem Treibgut und Obstresten. Die Luft war zum Zerschneiden dämpfig. Nachdem wir den anfänglichen Schock überwunden hatten, haben wir uns eine Unterkunft für die Nacht gesucht und uns anschließend unter die anderen Badeurlauber gemischt.
Immerhin waren wir jetzt mal am und im Pazifik. Und auch nicht jeder kann behaupten, schon mal an einem schwarzen Strand gewesen zu sein... Da kann man nur an den Optimismus appellieren und sagen: „always look on the bright side of life, dü dü düdüdüdü düdü“.









Popayán – die weiße Stadt 

Popayán hat uns freundlich empfangen, freundlich in sich leben lassen und eben so freundlich auch wieder gehen lassen. Wir haben uns dort rundum sicher und wohl gefühlt, was man nicht von jeder Stadt behaupten kann. Vor allem das mit dem „sicher fühlen“ ist eine Sache für sich. Normalerweise haben wir uns immer doppelt und dreifach abgesichert, dass wir in einer sicheren Gegend sind, waren abends froh, wenn wir unausgeraubt ins Bett fallen konnten und alle unsere sieben Sachen beisammen hatten. In Popayán war das anders. Popayán ist einfach toll: im Zentrum ist alles in weiß gehalten, es gibt schöne Brücken, beschauliche Gassen und kleine Märkte. Hier haben wir durchgeschnauft, bevor es nach Pasto zum Karneval ging.





Pasto und der „Carnaval de los Negros y Blancos“ (Karneval der Schwarzen und Weißen) 

Nahe der ecuadorianischen Grenze liegt das 450000 Eihnwohner zählende Pasto. Hier pilgern während des sechstägigen Karnevals tausende feierwütige Touristen hin – so auch Lari und ich. Auf der Suche nach einem Hostel wurden wir gleich mit „Carioca“ (Eine Art Sprühschaum) begrüßt. Das war aber nur ein Vorgeschmack von dem, was uns die folgenden Tage erwarten sollte: Eine einzige Party aus weißer Carioca, Maizena und Talco (Speisestärke und Waschmittel) und Fingerfarben. Nirgends waren wir vor Schaumattacken oder Talcoüberfällen sicher. Und weil wir offensichtlich Ausländer sind, haben wir die doppelte Portion abbekommen. Gleich am ersten Abend haben wir beschlossen, das nicht einfach so auf uns sitzen zu lassen und uns unsererseits auch mit Carioca bewaffet. Durch Zufall haben wir dann zwei andere welwärts - Freiwillige und einen Kolumbianer kennen gelernt. Mit den drei Jungs sind wir in die Schlacht gezogen.
voll ausgeruestet mit Poncho und Sonnenbrille


Am zweiten Tag war der erste Umzug auf der Straße zu sehen – natürlich auch nicht im Trockenen. Carioca & Co waren einfach IMMER mit von der Partie. Hat man selbst eine gehörige Portion ins Gesicht bekommen, spritzt man einem beliebigen anderen Kämpfer eine Dosis in die Ohren, bekommt man Schaum in die Nase, antwortet man mit einer Portion in den Mund, unters T-Shirt oder auf den Hintern. Eine echte Gaudi!
 
Fast schon so weiß wie in Popayán...



mit den Jungs aus Cali
ACTIOOON!



Am dritten Tag brauchten wir unbedingt eine Auszeit von den sprühwütigen Kolumbianern und hofften, an der Laguna de la Cocha eine Oase der Sprühschaumlosigkeit anzutreffen. Doch Kolumbien wäre nicht Kolumbien, wenn dort nicht auch die Kultur in ganzer Pracht ausgelebt werden würde und so wurden wir schon am helllichten Vormittag auf die Schlacht am Abend vorbereitet.
 
Laguna de la Cocha - in der Mitte ist ein Naturreservat



Am Hafen geht die Schlacht weiter ;)


Am letzten Tag waren wir dann mehr oder weniger cariocageschädigt, wollten uns den besten aller Umzüge nicht entgehen lassen. Also wagten wir uns ein letztes Mal in die tobende Menge der weißen Kolumbianer, die im Gegensatz zu uns, des Sprühschaumes einfach nicht müde zu werden schienen. Der Umzug war dann aber auch wunderschön. Magische Verkleidungen, Musik und Tanz prägten das Bild. Leider wurde der Umzug gegen Ende vom Regen überrascht und wir sind in ein Café geflüchtet. 
Danach waren wir so am Ende, dass wir uns gleich geduscht haben und das Hostel sowie die benachbarte Bäckerei bis zum Abend nicht mehr verlassen haben. Nachts haben wir uns dann aus dem Hotel in ein Taxi geschlichen und sind wundersamerweise trocken am Terminal angekommen. Weiter gings 'gen Norden nach Manizales.







Manizales und die Fería

Auch in Manizales war Fería. Das heißt Konzerte, Tanzvorführungen, Straßenparties und Essen überall. Außerdem endlich eine sprühschaumsichere Zone, in der man nicht ständig vor hinterhältigen Anfällen auf der Hut sein musste. Hier haben wir einfach die Atmosphäre genossen, uns von der Menschenmenge durch die Straßen treiben lassen und unsere Reise ausklingen lassen.







In nur zwölf Tagen haben wir richtig viel erleben dürfen, sind netten Leuten begegnet, haben so viel Zeit wie noch nie zuvor in Bussen verbracht, durften Kultur live erfahren und konnten uns immer wieder aufs Neue von Kolumbien und den Kolumbianern überraschen lassen.

Danke fuer die schoene Zeit :)



Donnerstag, 26. Dezember 2013

las Novenas y Navidad

Junaita hatte mir nicht zu viel versprochen: Weihnachtszeit ist wirklich Essenszeit. Aber wenn ich so zurückblicke, hat das ganze Essen nicht allzu viele bleibende Schäden auf meinem Körper hinterlassen. Da bin ich aber auch froh drum.


DIE NOVENAS:
 
Mexikanische Suppe mit Tortillastreifen
Die neun Tage vor Weihnachten treffen sich die Kolumbianer im Famlienkreis, um zusammen die Wartezeit auf Jesus zu feiern.
Ein Teil der famlia im Wohnzimmer
Ich war insgesamt "nur" bei fünf Novenas dabei, aber das war ehrlich gesagt auch genug für mich ;) Jedes Mal gab es eine Art Gebet, in dem verschiedene, vorgegebene Texte gelesen und gesungen wurden. Manchmal waren Verwandte so müde, dass sie fast eingeschlafen sind und deshalb war es gut, dass es immer wieder diese Gesagnspassagen gab. :D
 Das alles wird mit Weihnachtsliedern und einem leckeren Essen abgerundet.


NAVIDAD:

FELIZ NAVIDAD - unser Werk
Ehrlich gesagt war es ein seltsames Gefühl, Weihnachten so weit weg von meiner eigenen Familie zu verbringen, aber es war eben anders - wie so ziemlich alles dieses Jahr.
Den Heiligen Vormittag haben Juanita, Gloria (meine Gastmama) und ich in der Küche verbracht. Ich habe deutschen Lebkuchen gebacken, wir haben Muffins und Kekse gebacken. Die Kekse mussten wir leider nochmal machen. Auf den ersten Anlauf sind sie alle verbrannt, weil wir den Gasbackofen nicht unter Kontrolle hatten... Auf jeden Fall hat der Rest dann ewig gedauert, weil wir die ganzen Sachen dann auf Niedrigtemoeratur gebacken haben, um zu vermeiden, dass nochmal etwas verbrennt.


Mittags hab ich dann mit meiner Familie geskyped. Das war richtig schön, weil ich so auch ein bisschen bei uns im Wohnzimmer sitzen konnte :D


Das Wohnzimmer mit dem Baum und ein paar Familienmitgliedern

Das eigentliche Weihnachtsfest ging dann aber erst im 21:00Uhr los. Jaime war schon den ganzen Vormittag bei der Tante und der Oma - ebenfalls in der Küche - und hat seine Kochkünste ausgetobt. In den Genuss sollten wir allerdings erst viel später kommen. Zuerst haben wir alle Geschenke am Baum (ich sage bewusst AM Baum, weil es so viele waren, dass sie nie im Leben UNTER einen Baum gepasst hätten) verteiltund um 22:30Uhr waren dann auch alle da. Dann haben wir die letzte Novena gelesen und gesungen, gewartet und kurz vor 24:00Uhr war dann Bescherung angesagt. Mein Gastonkel hat die Anführerrolle übernommen und so flogen um Mitternacht Geschenke und Geschenkpapiere durch die Luft, es wurde gelacht, geredet und sich bedankt. Auch ich habe wirklich tolle Sachen bekommen: Klamotten, Taschen, ein Armband, Schals und einen Gürtel. :)
Ich hatte die Ehre, den Niño Jesus zu plazieren.
Um 2:00Uhr gab es dann endlich das Essen. Ich hatte mittlerweile schon gar nicht mehr so viel Hunger... Aber dennoch war es sehr lecker. Auch der Lebkuchen ist was geworden - an dieser Stelle ein Hoch auf Chefkoch.de ;)
Um 4:00Uhr waren wir alle so erledigt, dass wir uns auf den Teppichboden gelegt haben und ein Nickerchen gehalten haben. Dann gings nach Hause :)

Mir hat Weihnachten hier sehr gut gefallen. Das kann ich echt sagen.  Die Familie ist total nett und sie haben sihc auch alle über meine Geschenke gefreut und gemeint, ich hätte ein Händchen dafür. Das hat mich natürlich noch mehr gefreut!


Und heute, zwei Tage nach Weihnachten ist dann auch das verloren geglaubte Päckchen von Mama, Papa und Tanja angekommen. DANKE :)


Jetzt werde ich einen Monat auf Reisen sein und daher nicht immer erreichbar. Ich melde mich danach wieder - bis dahin eine gute Zeit, muchos saludos. Eure Caro

Freitag, 20. Dezember 2013

Nachtbus nach Medellín

Um 10Uhr morgens bin ich in der "Drogenhauptstadt" angekommen. Die Nacht lang und klimatisiert. Im Bus sind wirklich allerhand Leute mitgefahren: Eltern mit ihren Kindern, Reisegruppen, Alleinreisende wie ich und natürlich auch "Partyboys". Letztere haben über Nacht ein paar Flaschen geleert und ich hab am nächsten Morgen nicht schlecht über das Leergut gestaunt. ;)

Das Hostel und sein Dreierhochbett
Wie dem auch sei. In Medellín hatte ich ein Bett in einem Hostel. Das war richtig chevere (das ist so ein Wort, das hier alle benutzen, wenn sie sagen wollen, wie toll, super, cool, bombastisch, einzigartig, fantastisch,... eine Sache ist) dort. Chevere war nicht nur, dass Pfannkuchen den ganzen Tag umsonst waren, sondern auch, dass ich wahnsinnig tolle Leute kennen lernen durfte. Viele sind schon total viel rumgereist. Einem ist das Geld ausgegenagen, deshalb spielt er jede Nacht online Poker, um sich die Weiterreise finanzieren zu können. Aber was noch chevere war, waren die Betten. Nie zuvor hab ich in einem Dreierhochbett (!!!) geschlafen.
Die ganze Atmosphäre war auch sehr entspannt. Morgends hat man sich irgendwann aus dem Bett geschält (dann, wenn ich bereit war, einen ersten Kletterakt hinter mich zu bringen, um festen Boden unter die Füße zu bekommen) und Abends sind wir raus gegangen oder ewig zusammen auf der Terasse gesessen. Wie eine Riesen-WG. In dem Moment hab ich beschlossen, Hostels von jetzt an zu lieben ;)

Zwei Tage lang hab ich in Medellín Power-Sightseening gemacht. Die Stadt ist zwar groß, aber man merkt schon, dass es sechs Millionen weniger als in Bogotá sind.
Was mir an Medellín richtig gut gefallen hat:
-Das Klima (es ist immer warm! Einmal am Tag regnet es und deshalb wachsen die Pflanzen hier schnell)
-Die vielen Pflanzen
-Die netten Menschen (Medellín liegt in der Region Antioquia. Man sagt, dass hier die herzlichsten Kolumbianer auf einem Fleck leben. Das durfte ich vor allem auch außerhalb von der Provinzhauptstadt erfahren)
-Die Metro (schnell, bequem, effizient)
-Die Lichter (Medellín ist die Stadt, in der es um Weihnachten rum die schönste Weihnachtsbeleuchtung gibt)
-Das Hostel ;)



Saft - und Eisverkäufer
Im Schmetterlinghaus im botanischen Garten

Die Metro

überall stehen füllige Figuren von Botero herum



Ja, das ist wirklich eine Fahrrad-fahrende Barbie!
Blick über Medellín




MEDELLÍN BEI NACHT:








Die letzten zwei Tage hab ich etwas ruhiger verbracht. In Guatapé und dem "Mutterdorf" Santa Fé de Antioquia:

Peñon de Guatapé - 740 Stufen zum Gipfel
die berühmte Bandeja Paisa
 
sogar die Skulpturen hier haben hier eine Aguardiente-Flasche dabei ;)



Diese zwei Studenten aus Popayan hab ich getroffen - wir haben den Aufstieg zusammen gemeistert.



Die Puente Del Occidente - die erste Hängebrücke hier.


Zuhause haben mich dann zwei Päckchen erwartet. Da hab ich mich riesig drüber gefreut:
DANKE :)

Von Oma und Opa ein Naschpaket

Von den Schwarzens ein Päcken...

... und Schnee zum Ausschneiden :)

Clausura - die Abschlussfeier der Fundación

DIE VORBEREITUNG:


Jede Menge Geschenke!
Es ist soo schön, einen Berg von Geschenken zu sehen. Es ist auch soo schön, sich in dem Moment die strahlenden Kinderaugen beim Auspacken vorzustellen. Und es ist auch soo schön sich diesen Berg eine Ewigkeit anzuschauen. Aber es ist weniger schön, wenn man weiß, dass dieser Berg an Geschenken auch einen Berg an Arbeit bedeutet:
Schritt 1: Da die Geschenke für unsere Kinder alles Spenden von Familien aus dem Campestre waren, durften wir zahlreiche T-Shirts, Tops, Hosen, Schuhe, Barbies, Kens, Wasserpistolen, Lastwagen, Bälle,Taschen, Haarbänder, Karten, Brettspiele, Kuscheltiere,... vom Sammelraum in einen Bus und vom Bus wieder in die Fundación transportieren.
Schritt 2: Geschenke auspacken und sortieren [zu der Zeit war ich "leider" nicht in der Fundación. Während ich also mit Juanita und ein paar Freunden das Leben genossen habe, mussten meine Kollegen hart ran :P ]
Schritt 3: Das Anfangsprocedere rückwärts - Sprich von der Fundación in den Bus ins Campestre in die Sporthalle, wo dann letztendlich auch die Feier stattgefunden hat.

It's done - die leeren Regale und die vollen Tüten
Nach meinem entspannenden Kurzurlaub wurde ich aber auch hart drangenommen: Die Abuelitos sollten auch etwas bekommen. Für mich hieß das, dass ich das ganze Regal mit Essen, das ich immer so schön in Ordnung halte, leer machen sollte. Möglichst gleichmäßig auf 75 Tüten verteilen. Das hat es in sich! Abends haben mir die Fingerkuppen und der Rücken vom ständigen Päckchenschließen und Bücken weh getan. 2 1/2 intensive Tage lang. Zwischendrein habe ich die Lehrerinnen bei den Tänzen mit ihren Kindern unterstützt und mit den Abuelitos Villancicos (Weihnachtslieder) einstudiert. Dann ging es - schneller als ich mich umgeschaut hatte, auch schon ins Campestre.


 DIE CLAUSURA:


meine Kolgeinnen haben sich für die Tänze in Schale geworfen ;)


Die Kinder kamen mit einem Lächeln auf dem Gesicht an. Genauso wie die Abuelitos. Nach einer Generalprobe war die Sporthalle mit Familien gefüllt und unser Direktor Alejandro hatte eine Abschlussrede gehalten. Los ging es mit Liedern, Tänzen und einer weiteren Rede von meiner Chefin. Dann haben wir die Geschenktüten verteilt. Was ich etwas schade fand war, dass es nicht noch einen gemeinsamen Abschluss gab. Nachdem die Familien ihre Tüten erhalten hatten, haben sie sich auf den Heimweg gemacht... Bis zum nächsten Jahr dann!


Der Chor hatte leider keine ganz so aufwändigen Kleider... ;)




WEIHNACHTSFEIER:

Am nächsten Tag gings dann weiter mit Feiern: Die Verabschiedung von den Kollegen. Doch bevor wir ins Campestre gegangen sind, hatten wir eine Besprechung in der Fundación. Resultat? Es gibt drei Weggänge in der Chefetage - neuer Wind also. Ob ich das gut oder schlecht finden soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht so ganz. Schade finde ich es auf jeden Fall weil ich mich mit allen gut verstanden habe. Jetzt mal sehen, wie das nächstes Jahr wird. Danach haben auch wir Geshcenke bekommen :) Ich hab einen Rucksack, Klamotten, Süßigkeiten und einen Wecker (!!) bekommen. Die Nachricht vom letzten Geschenk kann ich nicht so ganz verstehen, weil ich immer eine von den ersten bin, die vor der Fundación bzw. in der benachbarten Bäckerei, darauf wartet, dass jemand kommt und die Türe aufschließt.!
Das Buffet

Die Weihnachtsfeier war echt kolumbianisch: Drei Sachen durften also nicht fehlen - Essen, Hochprozentiges und Musik. In dieser Reihenfolge spielten sich die unterschiedlichen Sachen ab, sodass am Ende alle zwischen Tischen und Stühlen oder vor der Bühne der Liveband getanzt haben. Das fand ich richtig cool. Wenn ich später mal arbeite, fände ich es auch stark, wenn auf der WEihnachtsfeier alle tanzen. :)

Nachts hab ich dann meine sieben Sachen in einen Rucksack geworfen und es ging los nach MEDELLÍN

Samstag, 23. November 2013

Weihnachten steht vor der Tür!

Leute, wie die Zeit vergeht!
Das habe ich erschreckend daran festgestellt,
dass meine Zahnpasta trotz eisernem Sparen (weil Hygieneartikel hier nicht sehr viel billiger sind als die total überteuerte Milkaschokolade) jetzt endgültig leer ist,
dass ich die überfüllten Busse schon gar nicht mehr schlimm finde,
dass ich Maultaschen einfach schreeeecklich vermisse,
dass ich mit immer weniger Fragezeichen auf dem Gesicht durch Bogotá laufe (zum einen, weil ich von der Sprache her mehr verstehe und zum anderen, weil ich mich mittlerweile auch mit dem Straßensystem angefreundet habe und mir unter "170 con Autopista" was vorstellen kann),
dass ich immer besser Gitarre spielen lerne,
dass ich nicht mehr mit 5000 Pesos (2€) im BH durch die Gegend laufe aus lauter Angst, von den bösen Kolumbianern überfallen zu werden,
dass es mir nichts mehr ausmacht, jeden (wirklich jeden!) Tag Reis zu essen (es ist richtig lecker! (: )
dass ich mich schon richtig mit meinem kolumbianischen Volleyballteam identifizieren kann und wir schon echte Volleyballkrimis zusammen erlebt haben,
dass ich bei spanischen Liedern teilweise die Lyrics mitträllern kann (ich rede nur vom Text - wie es um meine Gesangskünste und der damit verbundenen Treffsicherheit der Töne steht, wisst ihr ja alle (;  ),
,...

Da ich die letzten Tage damit beschäftigt war, die Fundación weihnachtlich zu schmücken, habe ich mich auch mal informiert, wie hier Weihnachten gefeiert wird. Folgendes ist nach Befragungen meiner Familie und Kollegen sowie einer Internetrecherche dabei rausgekommen:

Der Weihnachtsbaum in der Fundación. Er hängt jetzt schon mit viel zu vielen Sachen so voll, dass sich die zarten Plastikzweigchen biegen. Und dabei hab ich erst die Hälfte aller Sachen drauf gehangen. Der Rest war mir zu kitschig aber meine Kollegen haben sich einstimmig für mehr Behang entschieden. Also werde ich mich wohl oder über ihrem Willen beugen müssen. ;)
Die Kolumbianer fangen erst gar nicht an, Schneeflöckchen Weißröckchen zu singen. In der Vorweihnachtszeit gibt es, wie das ganze Jahr über, keinen Schnee und es herrschen Temperaturen zwischen 9 und 18°C. Statt sich warm einzupacken, wird in kurzen Röcken und Tops Salsa getanzt, die Stierkampfarenen füllen sich und das Leben findet in Gesellschaft statt. Von Besinnlichkeit spricht hier kaum einer und da die Ferien für Schüler und Studenten schon Ende November beginnen, ist der Dezember ist DER Ausgehmonat schlechthin. 
Neben der Zeit mit Freunden wird in Kolumbien die Zeit mit der Familie sehr geschätzt. Die Nacht vom 7. auf den 8. Dezember gehört der Jungfrau Maria. In den Straßen werden Kerzen vor die Häuser gestellt, damit Maria den Weg zum Eingang findet und die dort lebenden Menschen segnen kann. 
Das eigentliche Weihnachten beginnt schon neun Tage vor Jesu Geburt. Mit dem 16. Dezember startet die Novena de Aguinaldos. Während dieser Zeit, in der symbolisch jeder der neun Tage für einen Monat Schwangerschaft steht, treffen sich die kolumbianischen Familien in ihren Häusern und versammeln sich um den Plastikweihnachtsbaum. Echte Bäume sind in den einen Teilen Kolumbiens aus Umweltschutzgründen verboten, in anderen Teilen gibt es schlicht und einfach keine. Bei den Familientreffen werden spezielle Weihnachtsgebte gesprochen, es wird gesungen, geredet und ganz viel gegessen. Süßgebäcke wie Natilla (eine Art Pddingkuchen) und Buñuelos (frittierte Teigkugeln) gehören genauso dazu wie Arepas (Maisfladen), Tamals (Maisteiggemisch mit Fleisch) und Lechona (mit Fleisch, Reis und Gemüse gefülltes Spanferkel).

Mein neuer Traumberuf: Plastikgirlandenfloristin!
Neben den Weihnachtsbäumen lieben es die Kolumbianer, ihre Häuser und die Straßen mit Kitsch zu fluten. Nach dem Motto: wer sein Haus am besten unter leuchtenden Ketten und funkelnden Glühbirnen verstecken kann, hat gewonnen, liefern sich hier die besser betuchten Lateinamerikaner einen Wettbewerb der ganz besonderen Art. Aber nicht nur Häuser werden geschmückt. Medellin, eine Stadt, die sich im Westen des Landes befindet, ist zur Weihnachtszeit in aller Munde. Hier wird die Stadt ganz besonders herausgeputzt und themenorientierte Kunstwerke aus Lichterketten erhellen die Nacht. Sogar ein Teil des Flusses ist mit schwimmenden Lichterketten beleuchtet.
Vor dem 24. Dezember schreiben die Kinder dann einen Wunschzettel, der in die Krippe gelegt wird, damit ihn sich das Jesuskind, das am um 24Uhr der Weihnachtsnacht die Geschenke bringen wird, abholen kann. Dass der Niño Jesús erst am 24. Dezember geboren wird und sich theoretisch den Zettel gar nicht früher abholen kann, scheint ein nichtiges Detail zu sein und somit vernachlässigbar. ;) Auf den ideellen Wert kommt es schließlich an. 
Der Weihnachtsabend wird wie in Deutschland auch im Kreise der Familie gefeiert. Mit einem großen Essen, Gesang, Tanz und Unterhaltungen wird der Abend verbracht, bis dann der Niño Jesús um Mitternacht die Geschenke bringt.
Kreative Zeiten.
Wir halten also fest: Es gibt zahlreiche Gemeinsamkeiten mit der deutschen Art, Weihnachten zu feiern. Was offensichtlich anders ist, sind neben der Stimmung, dem Wetter und dem Essen die neun Tage Novenas.
Und auf genau die neun Tage bin ich sehr gespannt weil meine Gastfamilie hier sehr viel Wert auf gemeinsame Stunden legt. Juanita hat mir schon gesagt: "Abnehmen wirst du während den Novenas nicht. Das musst du gar nicht erst versuchen." Das ist mal eine Ansage! Ich werde auf jeden Fall berichten, wie mein Weg zur Kugel aussehen wird ;)

Freitag, 8. November 2013

trabajo trabajo trabajo

Nach fast zwei Monaten arbeiten in der Fundación kann ich auf unterschiedliche Arbeitsphasen zurückblicken, die ich gerne mit euch teilen möchte:

                                    Phase 1: Kennen lernen

Anfangs hat mich Sarah unter ihre Fittiche genommen, mir alles gezeigt und mich den Mitarbeitern vorgestellt. Meine Aufgabe bestand darin, Sarah zu begleiten, mit den Kindern Spaß zu haben und Spanisch zu lernen. Das war wirklich eine entspannte Zeit. Ich habe einfach alles Stück für Stück kennen lernen dürfen und habe die neuen Eindrücke aufgesogen gleich einem feuchten Schwamm, der in einen Wassereimer geworfen wird. Alles war super, neu und einfach nur toll.




Phase 2: Wer braucht mich denn?

In der dritten Woche ist Sarah nicht mehr in die Fundación gekommen und ich bin seit dem auf mich allein gestellt. Die große Frage, die sich wohl auch meine Kollegen gestellt haben, war: Was macht man mit einer jungen Freiwilligen, die noch nicht mal der spanischen Sprache vollständig mächtig ist?
Da keiner eine Antwort darauf gefunden hat, musste ich schauen, wo ich bleibe. Da ich nur noch die Hälfte von Sarahs Englischklassen habe (zwei Stück - genau einmal in der Woche), habe ich die Lehrerinnen oft im Unterricht unterstützt und den Kindern bei den Hausaufgaben geholfen. Wie das zuging, könnt ihr hier lesen. Wir sind auch oft ins Campestre gegangen. Anfangs war ich noch total begeistert davon, die Kinder einfach zur Schule zu begleiten, sie da abzuliefern und dann in die Bibliothek zu sitzen. Doch immer öfters hat meine Kollegin und mich die Müdigkeit überfallen und wir haben in friedlicher Eintracht in der Bibliothek ein kleines Nickerchen gehalten - natürlich mit den Köpfen in Zeitungen oder Büchern, sodass es so aussah, als seien wir schwer in die interessante Lektüre vertieft ;)
In dieser Zeit war ich nicht so super glücklich, weil ich außer dem Englischunterricht donnerstags und dem Projekt mit den Abuelitos freitags nicht wirklich viel zu tun hatte. Zwar habe ich mich in dieser Phase auf sämtlichen Internetseiten durchgeklickt, besser Spanisch gelernt und hatte ein bequemes Leben, aber als erfüllend würde ich diese Zeit nicht beschreiben, zumal ich nicht das Gefühl hatte, gebraucht zu werden.

Phase 3:  Inventur

 Endlich Arbeit! Das war mein erster Gedanke, als ich in den Ferien in die Fundación gekommen bin. Hier könnt ihr lesen, was ich in der unterrichtsfreien Zeit so getrieben habe.
Die Arbeit ist zwar schleppend voran gegangen, aber ich habe die Tür zur Fundación abends mit einem besseren Gefühl zugemacht als noch die Woche davor, in der ich dachte, dass ich eigentlich noch nicht einmal das leckere Essen in der Mittagspause verdient habe, so wenig wie ich gemacht habe.

Phase 4: Mädchen für alles

Die letzten Wochen sah es so aus, dass mir die Arbeit mit dem Mercado, den Kleiderspenden, die Unterrichtsvorbereitung,... viel leichter von der Hand gegangen sind und ich auch Hilfe von den Schülern vom Servicio Social bekommen habe. Somit haben wir alles in Rekordzeiten erledigt und meine Kollegen haben schon gesagt:"Die Mona macht, dass die Jungs arbeiten". Ich musste dann erst mal googeln, was mona eigentlich heißt, weil ich eigentlich schon davon ausgegeangen bin, dass meine Kollegen meinen Namen kennen. "Mona" heißt "Blonde" und so werde ich immer öfters genannt. So heiße ich also Caro, Carol, Carolin, Carolein, seit Neuestem auch Mona und auf der Straße murmeln die Leute beim vorbeigehen Gringa.

Ich freue mich immer, wenn ich die Sachen nicht alleine machen muss, denn zu behaupten, dass mir das Einpacken von unterschiedlichen Produkten in 67 Taschen Spaß macht, wäre eine glatte Lüge. Aber ich werde gebraucht und einer muss die Arbeit ja machen. Sinnvoll ist es auf alle Fälle.

Je besser mein Spanisch wird, desto besser geht es mir hier. Meine Chefin hat mir sogar schon zugetraut, einen wissenschaftlichen Text auf Englisch in Spanisch zusammenzufassen. Das war gar nicht so ohne, zumal ich absolut keine Ahnung von kognitiver Verhaltenstherapie hatte und mir die Basis erst mal auf Deutsch aneigenen musste, um mich dann mit der englischen Kritik befassen zu können.

Die Kinder habe ich schon ins Herz geschlossen. Im Englischunterricht habe ich meine Ansprüche heruntergeschraubt: Mir ist es egal, wenn es nicht super still ist und ich nehme mir weniger für die einzelnen Unterrichtsstunden vor, weil ein Drittel der Zeit eh darauf geht, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. So kommen wir langsam aber sicher voran.


Zur Zeit sieht es also so aus, dass ich mal hier, mal da arbeite. Ich hoffe nur, dass die Lehrerin, die die 7-8jährigen nicht mehr so schnell krank wird und ich sie vertreten muss. Das war verdammt nochmal anstrengend. Die Kinder laufen ständig im Klassenzimmer rum, haben weder Stifte noch Papier dabei und reden und lachen durchgehend. Da Ruhe rein zu bringen ist eine Herausforderung. Besonders wenn man sich zum Vorsatz gemacht hat, nicht ständig so rumzuschreien wie meine Kollegen...

 Nach den Weihnachtsferien fängt das neue Schuljahr an. Ich bin mal gespannt, wie mein Alltag da sein wird. Ich habe mir sagen lassen, dass ich in einer öffentlichen Schule Englisch unterrichten werde und in der Bibliothek den Kindern bei den Hausaufgaben helfen werde, sowie die Arbeit mit dem Mercado fortführen werde. Das Beste ist, dass ich die Sportprojekte übernehmen darf! Toll, nicht? Ich bin gespannt, was sich hier noch ergeben wird!


!!! Unter dem Reiter IMPRESIONES findet ihr immer ein paar nette Bilder. Außerdem habe ich den Reiter PROJEKT überarbeitet, sodass ihr nach der Lektüre ungefähr so viel wie ich über die Fundación wissen dürftet ;) !!!

Dienstag, 5. November 2013

mit Lari durch Bogotá

Letztes Wochenende hat es Lari (eine sehr sehr gute Freundin von mir) nach Bogotá verschlagen und wir haben am Sonntag ein bisschen das Zentrum unsicher gemacht. Zuerst stand das Museo Nacional auf unserer Liste. Das war auch echt schön, nur leider haben wir nicht soo viel vom Museum mitbekommen. Wir hatten wichtigere Dinge zu besprechen als uns über die Töpfe und Schüsseln zu unterhalten, die im Museum ausgestellt waren. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Museum an sich echt gut und groß ist.

Besagte Schüsseln und Vasen. Schön waren sie alle mal!

Die schönste Wand im Museo Nacional. Eine Collage aus ganz vielen unterschiedlichen Werken.





Wir waren noch auf zwei Märkten, im Museo del Oro und auf dem Torre Colpatria. Ich werde langsam zum richtigen Fan vom Goldmuseum. Das ist einfach soo super da drin! Und jedes sieht man wieder etwas, von dem man beim ersten Mal nur am Rand Notiz genommen hat. Zu meinem letzten Besuch im Goldmuseum könnt ihr hier mehr lesen.


Lari und ich mit einem Muisca-Krieger
Hier konnte man nachvollziehen, wie sich Fische in den Lagunen gefühlt haben müssen, in die die Inigena-Völker ihre Goldopfer geworfen haben.


In die Marktstände könnte ich mich echt verlieben!



Viva Colombia!
Auf dem Torre Colpatria hatten wir nach Sicherheitskontrollen, Fingerabdrücken und Ausweisdemonstration [ja, wir wollen wirklich nur von oben runter schauen!] einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Mit einer frischen Luft um die Nase wurden mir nochmals die Dimmensionen von der Stadt, in der ich jetzt schon seit zwei Monaten lebe, bewusst. Ein wahres Häusermeer lag uns zu Füßen. Und nachdem wir vom einen Sicherheitsbeamten knapp darüber informiert wurden, dass er leider kein Foto von uns schießen dürfe, hat uns der Sicherheitsbeamte auf der anderen Seite ausgefragt und in ein Gespräch verwickelt. Danach ist er in ein Eckchen gegangen und hat verstohlen telefoniert. Die einen nehmen ihre Arbeit eben ernster, die anderen weniger ;)

Alles in allem war der Tag mit Lari einer der schönsten hier. So soll es ja mit Freunden auch sein :)



Die Häuserwüste vom 50.Stockwerk aus
über den Dächern Bogotás